Versicherungsrecht

Das Versicherungsrecht regelt die Beziehungen zwischen Privaten und Versicherungsunternehmen und zugleich den Bereich der Versicherungsaufsicht, der als öffentlich-rechtliches Verhältnis bestimmt ist.

Das privatrechtliche Versicherungsrecht ist weitgehend im Versicherungsvertragsgesetz geregelt. Durch den Versicherungsvertrag wird typischerweise der Versicherte verpflichtet, Beiträge als Prämien an die Versicherung zu zahlen, während diese für den Fall des Schadenseintritts die Regulierung übernimmt. Typisch ist ferner die begrenzte Übernahme von Schadensfällen durch den Versicherer. Schadensfälle, die durch Kollusion oder missbräuchliche Schadensherbeiführung entstehen, führen in der Regel zum Ausschluss der Leistungspflicht. Diese sind zum Teil nach deutschem Recht auch als Versicherungsbetrug bzw. Versicherungsmissbrauch (§ 263 und § 265 StGB) strafbewehrt.

Die Allgemeinen Versicherungsbedingungen (AVB) werden als Allgemeine Geschäftsbedingungen in die Verträge einbezogen. Diese sind auf die jeweiligen Versicherungstypen angepasst. Sie enthalten Risikoausschlüsse und besondere Obliegenheiten für den Versicherten.

Das private Versicherungsrecht ist in viele Zweige aufgeteilt wie beispielsweise Haftpflichtversicherung, Rechtsschutzversicherung, Transportversicherung, Gebäudefeuerversicherung, Lebensversicherung, Berufsunfähigkeitsversicherung, Unfallversicherung und Krankenversicherung.

Bereits bei Abschluss eines Versicherungsvertrages können sich Probleme ergeben, beispielsweise bei der Beantwortung von Gesundheitsfragen bei Abschluss einer BU-oder Krankenversicherung. Schon hier kann man frühzeitig die Weichen stellen um Problemen zu entgehen. Ferner können sich Probleme bei der Leistungsabwicklung und der Ablehnung von Ansprüchen ergeben.